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#HOFFNUNGSLEUCHTEN

Das Volk, das in der Finsternis ging, sah ein helles Licht; über denen, die im Land des Todesschattens wohnten, strahlte ein Licht auf. (Jesaja 9,1)

Bereits zum zweiten Mal in Folge erwarten wir auch 2021 eine andere Adventszeit als vor Corona. Und es wird wohl auch ein anderes Weihnachtsfest. Das wissen wir alle. Umso notwendiger ist unser gläubiges Vertrauen auf die Kraft, die von der Heiligen Nacht ausgeht. Als Erlöste geben wir die Hoffnung niemals auf.

Das Licht ist eines der stärksten Symbole, die uns Christen durch das Kirchenjahr begleitet. In der Adventszeit entzünden wir Sonntag für Sonntag die Lichter am Adventskranz. Wir hören die Weissagung des Propheten Jesaja, dass dem in der Finsternis wandelnden Volk ein helles Licht erscheinen wird. Das Friedenslicht von Bethlehem wird Jahr für Jahr von Pfadfindern in die ganze Welt hinausgetragen. Vielerorts wird dieses Licht auch am Heiligen Abend verteilt und zieht in die weihnachtlichen Häuser in aller Welt ein. Das Licht der Osterkerze, entzündet in der dunkelsten Stunde des Kirchenjahres, der Osternacht, verweist auf den Dreh- und Angelpunkt unseres Glaubens: Jesus Christus ist das Licht der Welt – und er ermutigt die Seinen dazu, ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen und selbst Licht der Welt zu sein. „Gott“, schreibt der Apostel Paulus, „der sprach: Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!, er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet, damit aufstrahlt die Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi.(2. Kor 4,6).

Im Bewusstsein darum, dass unser zerbrechliches Leben ein Geschenk ist, das Gott durch und durch gewollt hat und bewahren wird, entzünden wir die Taufkerzen an dieser Osterkerze – und bei der Feier des Requiems die Kerzen zum Gebet für unsere Verstorbenen.

Das Evangelium leuchtet und macht es hell in dieser Welt. Wie das Licht der Kerze lässt sich dieses Licht teilen. Es breitet sich aus und lässt es heller werden. Es wärmt. Und es spiegelt sich wieder in den Augen und Herzen der Menschen.

In unserer Pfarreiengemeinschaft Tückelhausen greifen wir die Aktion #hoffnungsleuchten auf, welche sich bereits in anderen christlichen Gemeinden etabliert hat. Dieses Motto #hoffnungsleuchten nimmt die Kraft des christlichen Lichtsymbols auf und lebt aus der Verheißung, dass nicht wir es sind, die es hell machen. Dafür steht ein anderer ein. Doch wir können sein Licht weitergeben, indem wir einander unsere Aufmerksamkeit schenken und von dem, was uns Halt gibt, erzählen. Menschen in aller Welt haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Jesus Christus Licht ins Dunkel dieser Welt bringt. Er kehrt Lebenswege um. Er stellt sich in den Weg. Er tröstet uns. Er richtet uns auf. Und er macht uns zu Zeugen seiner Liebe und Menschenfreundlichkeit auch in unserer Zeit. Das macht unser Leben hell, und wir vertrauen auf die Anwesenheit Gottes in unserem Leben auch in schweren Zeiten.

Es braucht Aufmerksamkeit für dieses Lebenslicht – für das Leuchten des Sternes, das vom Stall zu Bethlehem ausgeht. Mit dem Hoffnungsstern, der die Nacht erleuchtet, möchten wir möglichst viele Menschen in „Berührung“ bringen. Menschen brauchen Hoffnung – Hoffnung, die über das hinausstrahlt, was sie belastet. Menschen, die auf der Suche sind nach mehr Licht für ihr Leben, treffen in den fünf Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft Tückelhausen in den vor uns liegenden Wochen auf ein breites Spektrum. #hoffnungsleuchten strahlt unter anderem auf bei der Segnung der Adventskränze, dem Hausgottesdienst, den frühmorgendlichen Roratemessen, den Bußgottesdiensten und der Weihnachtsbeichte, bei feierlichen Adventsandachten, sowie den Adventsfenstern und anderem mehr. In der dunklen Jahreszeit haben voriges Jahr nicht wenige eine brennende Kerze ins Fenster gestellt und ein sichtbares Zeichen der Hoffnung gesetzt. Das Projekt #hoffnungsleuchten ist offen für Ideen, die erst noch gesponnen werden und verbindet ganz unterschiedliche Angebote und Menschen im Spagat zwischen den gebotenen Corona-Vorgaben und der Sehnsucht nach einer tröstlichen und frohen Advents- und Weihnachtszeit in Gemeinschaft. Wir ermutigen einander, uns vom Licht der Liebe Gottes neu entfachen zu lassen und dieses Licht Christi mit Freude und Zuversicht in die dunkle Welt zu tragen.

 

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