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VORABENDMESSE UM 18.30 UHR

SONNTAGSMESSE UM 10 UHR

SONNTAGABENDMESSE UM 18:30 UHR

„Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“

So lautet ein Zitat von Don Bosco, das mich bereits während meiner Vorbereitung auf ein ganzes Jahr in Indien in einer salesianischen Gemeinschaft begleitet hat. Auch für meine bisherige Zeit, die ich hier in Vijayawada verbringen durfte, treffen diese waisen Worte sehr gut zu.

Momentan bin ich in zwei Projekten mit Kindern und Jugendlichen und möchte euch kurz in meinen Alltag mitnehmen. Raus aus dem regnerischem Frühling, rein in den momentan mehr als 30 Grad warmen Staat Andhra Pradesh.

Nach dem warmen und pikanten Frühstück geht es mit dem Fahrrad dreißig Minuten lang durch die bunten Straßen von Vijayawada. Vorbei an Gemüseverkäufern, über die Brücke, vorbei an Hügeln. Bremsen, kräftig in die Pedale treten (vor allem wenn der Reifen mal wieder platt ist) und sich einfach mal rollen lassen und dabei penetrant das Hupen um einen herum ignorieren, und dann ist man auch schon fast da. Vor einem offenbaren sich die mehr als 200 Stufen, die zum Projekt führen.

Und oben angekommen freuen sich schon die Jungs und Mädels im Alter bis 15 Jahre wie verrückt. Dann beginnt der Tag mit dem (meist vergeblichen) Versuch die Kinder in der Hütte aus Bambusstecken und einer blauen Plane in einen Kreis, „Cycle“ zu setzen. Dann singen wir zuerst einmal Lieder. „If you’re happy and you know it say HURRAY“, hört man dann zum Beispiel im Hilltop Projekt. Und ich glaube das „Hurray“ von den Kids ist noch wirklich weit zu hören, ganz sicher aber zu den Eltern oder älteren Geschwistern, die zuhause in den benachbarten Lehmhäusern sind. Danach geht es weiter mit Unterricht. Meistens geht es dabei nur um einfachere Sachen, die man mit Kreide auf kleine Tafeln schreibt, weil die Kinder aus ärmeren Verhältnissen kommen und deshalb nicht zur Schule gehen können. Die Mitarbeiterin des Projekts schreibt telugu oder auch englische Buchstaben auf und meine Mitvolontärin Anna und ich unterstützen sie dabei mit dem englischen ABC oder auch einfacheren Matheaufgaben.

Und dann geht es auch endlich so richtig rund, wenn die Gamestime anfängt. Dann wird gepuzzelt, gemalt, gesungen, Memory gespielt, getanzt, oder was auch immer den Kids oder mir eben so einfallen. Bei diesem Gewusel verliert man leicht den Überblick und dann ist es auch manchmal schön, sich umzusehen um zu schauen, was gerade um einen herum so alles passiert, während man selbst beim Puzzeln beschäftigt ist.

Um 13 Uhr geht es dann wieder zurück zum Ausgangspunkt. Beim Mittagessen gibt es – riesen Überraschung – Reis! Aber natürlich auch Curries die ein bisschen Variation in das Ganze bringen.

Ins Lilly Mogga geht es dann um 16.15 Uhr. Dort leben 24 Jungs zusammen mit einer Caremother, der „Amma“. In den meisten Fällen sind es Waisen oder Halbwaisen, die dort wohnen und außerhalb in die Schule gehen. Auch dorthin fahre ich mit meinem Drahtesel. Dieselbe Richtung wie ins Hilltop Projekt, nur viel kürzer und ohne Treppenstufen. Hinter der blauen Gittertüre wartet auch schon Leo, der kleine Hund und freut sich als Erster wahnsinnig, dass mein Mitvolontär Felix und ich kommen. Es dauert aber nie lange, bis uns auch die vier Kleinsten, die bereits von der Schule zurück sind, entdecken und uns motivieren, mit ihnen Carroomboard zu spielen. Dies ist ein indisches Spiel, in dem man kleine Holzmünzen in Löcher schnipsen muss. Im Allgemeinen lässt sich darüber sagen, dass es super viel Spaß macht, auch wenn ich lange nicht so gut darin bin wie die Jungs. Nach und nach kommen dann auch die anderen Jungs von der Schule. Nachdem sie sich gewaschen haben schlendern sie dann auch in den kleinen Raum, der nach und nach richtig voll wird. Dann kann es auch mal sein, dass ich Mensch ärgere dich nicht oder Jungle Speed spielen darf. Um 18 Uhr beginnt dann die Studytime und die Jungs bereiten ihre Schulsachen für den nächsten Tag vor. Manchmal bleibe ich dann noch ein bisschen, unterhalte mich mit der wahnsinnig lieben Caremother dort oder ein bisschen mit den Jungs.

Dann ist mein Arbeitstag auch schon vorbei und es geht zurück in die Flat, in der noch neun weitere deutschsprachige Volontäre wohnen. Ja, da könnte man eigentlich die Spatzen pfeifen lassen, für Indien bedeutet das aber eher Hupkonzert, welches bis ungefähr elf Uhr anhält.

Ich hoffe ich konnte euch jetzt einen kleinen Einblick in meinen eigentlich geordneten, doch aber manchmal chaotischen Arbeitsalltag vermitteln.

Leider konnten meine Mitvolontäre und ich unser Volontariat nicht wie geplant im August abschließen. Aufgrund der Coronaepedemie mussten wir vorzeitig nach Hause und sind Ende März wohlbehalten in Deutschland angekommen.

Trotzdem würde ich mich sehr freuen euch von meinen Erfahrungen persönlich berichten zu können, wenn sich die Lage beruhigt hat.

Bleibt Gesund!

Sonnige Grüße,

Theresa

mein Blog: https://blogs.donboscovolunteers.de/theresainindien/

  • Grundsätzlich 2 Meter Mindestabstand zu haushaltsfremden Personen beim Betreten, am Sitzplatz und beim Verlassen der Kirche
  • Bei Gottesdiensten im Freien mit höchstens 50 Personen 1,5 Meter Mindestabstand
  • Mund-Nase-Bedeckung bei allen Gottesdiensten in der Kirche und im Freien
  • Ordnerdienste unterstützen Einhalten der Hygieneregeln
  • Markierte Plätze in den Kirchenbänken bzw. auf Stühlen werden von vorne nach hinten besetzt, um unnötiges Aneinandervorbeilaufen zu vermeiden.
  • Kein Gottesdienstbesuch mit Erkältungssymptomen
  • In Darstadt, Goßmannsdorf, Hohestadt und Tückelhausen ohne Anmeldung
  • In Hopferstadt kostenlose Eintrittskarten
  • Gotteslob selbst mitbringen
  • Getrennter Ein- und Ausgang
  • Möglichkeit zur Handdesinfektion am Eingang
  • Kein Weihwasser und kein Friedensgruß durch Handreichung oder Umarmung
  • Handkommunion am Platz
  • Kollektenkörbchen am Ausgang
  • Nach dem Gottesdienst Reinigung der Bankreihen und Türgriffe, sowie Lüften des Kirchenraumes
  • Keine Ansammlungen vor oder nach dem Gottesdienst

Bitte um telefonische Anmeldung für die Wort-Gottes-Feier und die Maiandacht  im Pfarrbüro Tel. 20406 am Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9 Uhr bis 12 Uhr.

Sonntag  10.05.         5. Sonntag DER OSTERZEIT

Hopferstadt                     10:15 Wort-Gottes-Feier  mit eucharistischer Anbetung

Gossmannsdorf               17:00 Maiandacht mit eucharistischer Anbetung

Sonntag  17.05.         6. SONNTAG DER OSTERZEIT

Gossmannsdorf               10:15 Wort-Gottes-Feier  mit eucharistischer Anbetung

Hopferstadt                     17:00 Maiandacht mit eucharistischer Anbetung

Donnerstag  21.05.    CHRISTI HIMMELFAHRT

Winterhausen                  10:00 ökumenischer OpenAir-Andacht  in BN-Steinbruch, bei Regen in der St. Nikolauskirche.
                                        (Anmeldung über das ev. Pfarramt Winterhausen  Tel. 09333-205)

Hopferstadt                     17:00 Maiandacht mit eucharistischer Anbetung

Sonntag  24.05.         7. SONNTAG DER OSTERZEIT

Hopferstadt                     10:15 Wort-Gottes-Feier  mit eucharistischer Anbetung

Gossmannsdorf              17:00 Maiandacht mit eucharistischer Anbetung

Sonntag  31.05.        PFINGSTEN -  HOCHFEST DES HEILIGEN GEISTES

Gossmannsdorf               10:15 Wort-Gottes-Feier  mit eucharistischer Anbetung

Hopferstadt                      17:00 Abschlussmaiandacht   mit eucharistischer Anbetung

Montag  01.06.            PFINGSTMONTAG

Hopferstadt                     10:15 Wort-Gottes-Feier  mit eucharistischer Anbetung

 

Doch sind wir Christen aufgrund der Bedrohung durch die weltweite Corona-Pandemie herausgefordert, den Glauben ohne Ansteckungsgefahr zu leben. Die Auswirkungen der Krise verschonen nahezu keinen Bereich des gesellschaftlichen Lebens. Verantwortungsvolle Politiker treffen in diesen Tagen weitreichende Entscheidungen, welche die Ausübung hochgeschätzter Grundrechte menschlichen Zusammenlebens einschränken wie Reisefreiheit, Versammlungsfreiheit, Berufsfeiheit, Handlungsfreiheit und nicht zuletzt Religionsfreiheit. Bis mindestens Sonntag, 19. April 2020 bleiben Kindergärten und Schulen, Restaurants und viele Geschäfte geschlossen. In Bayern gelten klare Ausgangsbeschränkungen. In Einklang mit den behördlichen Vorgaben finden deshalb keine öffentlichen Gemeindegottesdienste und kirchliche Versammlungen jeglicher Art statt. Taufen, Hochzeiten, Erstkommunionfeiern sind auf unbestimmte Zeit verschoben. Bei aktuellen Änderungen des kirchlichen Lebens informieren wir Sie zeitnah über den Aushang in unseren Schaukästen und Kirchen, sowie im Internet unter pg-tueckelhausen.de.

Besonders schmerzhaft ist, dass die persönliche Begleitung in der Seelsorge zur Zeit erheblich eingeschränkt ist. So dürfen Beerdigungen nur im engsten Familienkreis durchgeführt werden. Auch das höchste Fest der Christenheit: die Heilige Woche mit den Kartagen und dem Hochfest der Auferstehung des Herrn ist von den Einschränkungen in bislang nicht gekannter Weise betroffen. Und dennoch: Ostern fällt auch in diesem Jahr nicht aus.

Erstens feiere ich als Priester während der Corona-Krise täglich – leider ohne Beteiligung der Gemeinde und nichtöffentlich - die Hl. Messe. Hierbei trage ich stellvertretend die Anliegen der Menschen in unserer Pfarreiengemeinschaft am Altar vor Gott und verspreche Ihnen, Sie auch bei der Feier des österlichen Triduums in geistiger Weise mitzunehmen. Im Dritten Eucharistischen Hochgebet heißt es: „Erhöre, gütiger Vater, die Gebete der hier versammelten Gemeinde und führe zu dir auch alle deine Söhne und Töchter, die noch fern sind von dir.“ Bei jeder Meßfeier sehne ich mich danach, baldmöglichst wieder mit Ihnen allen in hoffentlich großer Gemeinschaft Gottesdienst zu feiern. Selbstverständlich bleiben alle Kirchen in unserer Pfarreiengemeinschaft tagsüber geöffnet zum persönlichen beten Einzelner.

Zweitens hat sich die Feier des Osterfestes zu keiner Zeit beschränkt auf die gemeinsamen Liturgien in der Kirche, auch wenn diese freilich den Höhepunkt darstellen in der Feier des Kirchenjahres. Die jahrhunderte alte Tradition der Kirche und frische Ideen von engagierten Christen unserer Zeit vereinen miteinander außergewöhnliche Angebote mit großem Potential, damit gerade in der aktuellen Situation Getaufte ihren katholischen Glauben als Heimat und Hilfe erleben. Dieser Osterpfarrbrief - als kleines Serviceangebot der Kirche vor Ort - möchte einen Beitrag dazu leisten, dass die Menschen in unseren Pfarrgemeinden im Schatten der Coronakrise aus dem Glauben leben im Licht von Ostern. Sie dürfen sich darauf verlassen: Wer glaubt, ist nie allein! Die Katholische Kirche weltweit, in unserer Diözese Würzburg und auch in den Gemeinden unserer Pfarreiengemeinschaft Tückelhausen sucht in außergewöhnlicher Zeit außergewöhnliche Wege, um für Sie da zu sein: Kirche für die Menschen.

Drittens fällt Ostern nicht aus, es findet vielmehr anders statt. Die existenziellen Erfahrungen in der Passion und Verherrlichung Jesu gewinnen in unseren Tagen eine ergreifende Aktualität und Konkretisierung: das Bangen und Hoffen der Freunde Jesu, die Stunden des Abschiednehmens, (letztes) Abendmahl in kleiner Runde mit den Lieben, die Fußwaschung, durchkreuzte Lebenspläne und abgebrochene Zukunftsperspektiven, Tränen der Angst am Gründonnerstag, Veronikas Tuch in Jesu Gesicht, weinende Frauen und ein Fremder, der hilft in der Not, der von Krankheit gezeichnete Gottesknecht, Jesu Verlassenheitsschrei am Kreuz, sein Erstickungstod, einsames Sterben am Karfreitag, die hastige Beisetzung, die Beklommenheit und unerträgliche Stille des Karsamstages. Die dramatische Kluft zwischen der entsetzlichen Tragödie am Karfreitag und dem Wunder des Ostermorgens. Biblische Bilder und Erfahrungen treffen auf Bilder und Erfahrungen aus Krankenhäusern, Pflegeheimen und Wohnungen. In einer Zeit harter Prüfung und Verunsicherung, in der noch nicht absehbar ist, wie viel Opfer das Virus weltweit fordert und wann wir in Deutschland schrittweise wieder zu einer gewohnten Normalität des gesellschaftlichen Lebens kommen werden, gilt es mehr denn je die persönlichen Lebenserfahrungen im Licht des Glaubens zu deuten und aus der österlichen Perspektive Trost und Kraft, Geduld und Mut, Orientierung und Zuversicht zu schöpfen.

Jesus Christus hat vor 2000 Jahren den Menschen Neues und Bleibendes gebracht: Das Prinzip Hoffnung, eine befreiende und frohmachende Botschaft. Die Gewißheit, dass Gottes Liebesmacht  stärker ist als Angst und Verzweiflung, Krankheit und Kummer, Not und Tod. An Ostern 2020 mit seinen schmerzhaften und jubelnden Facetten rufe ich Ihnen mit den Worten Jesu unseres Erlösers, zu: Fürchtet euch nicht! Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt!

In christlicher Sorge und  Gottvertrauen, im Hoffen und Beten bleibe ich mit Ihnen in Gemeinschaft!

Ihr Pfarrer Klaus Weber

Obwohl aktuell keine gemeinsamen Gottesdienste gefeiert werden dürfen, verkündet die Gestaltung des Kirchenraumes in den nächsten Tagen den Wechsel von den 40 Tagen der Bußzeit zur festlichen Osterzeit.

Lassen Sie sich überraschen von verschiedenen Impulsen, Gebeten, Hausgottesdiensten, Betrachtungen und Aktionen. Das Angebot möge für Abwechslung in der persönlichen Andacht sorgen und allen eine Hilfe sein, die in dieser besonderen Zeit die Passion und Auferstehung des Herrn bewusst mitvollziehen wollen.

Am Samstag, 4. April 2020 können Sie bis 18 Uhr Palmzweige in die Kirche vor den Altar legen. Bitte versehen Sie ihre Büschel mit einem Namensschild und legen Sie diese nebeneinander - nicht auf einen Haufen mit anderen – auf den Boden vor dem Altar. Am Palmsonntag ab 9 Uhr können Sie die gesegneten Palmzweige abholen.

Am Gründonnerstag bietet es sich an, einen Besuch an der Darstellung der Ölbergszene einzuplanen; z. B. an den Kirchen in Goßmannsdorf, Hopferstadt oder der Stadtpfarrkirche St. Andreas in Ochsenfurt. Auch das gemeinsame Abendessen in der Familie darf an Gründonnerstag von der Erinnerung an das Abendmahl Jesu von seinen Freunden geprägt sein.

Am Karfreitag wird empfohlen, privat die 14 Stationen des Kreuzweg Jesu zu betrachten. In den Kirchen wird jeweils ein Kreuz zur Verehrung vor dem Altar präsentiert. Gerne können Sie am Todestag Jesu eine Kniebeuge vor dem aufgestellten Kreuz machen und eine mitgebrachte Blume ablegen. Das Berühren und Küssen des Heiligen Kreuzes muss unterlassen werden.

Am Karsamstag, dem Tag der Grabesruhe bietet es sich an, eine Zeit der Stille in der Kirche zu verweilen. In Goßmannsdorf und Hopferstadt ist dieses Jahr in schlichter Form das Heilige Grab aufgebaut. Osterspeisen können auf einem der Seitenaltäre (am besten mit Namensschild) abgestellt werden. Diese werden vom Priester gesegnet und können am Ostersonntag wieder abgeholt werden.

Am Hochfest der Auferstehung des Herrn werden die neuen Osterkerzen den ganzen Ostersonntag in unseren Kirchen vor dem Altar brennen. Gerne können Sie eine Kerze entzünden und so das Osterlicht mit nach Hause nehmen. Denn das Licht er Osterkerze wird nicht weniger, wenn es sich ausbreitet. Es stiftet vielmehr Gemeinschaft. Auch stellen wir Osterwasser in abgefüllten und verschlossenen Glasflaschen am Taufbecken bereit. Osterwasser, Osterlicht und die gesegneten Osterspeisen sind sprechende Zeichen christlichen Brauchtums, wie wir die Osterfreude und den Ostersegen von der Kirche in unsere Häuser und Wohnungen mitnehmen können und uns so mit der feierlichen Liturgie der Kirche verbinden, an der die Gläubigen heuer leider nicht selbst teilnehmen können. Denken Sie doch dabei auch an Nachbarn und Freunde, Pflegebedürftige oder Alleinstehende und legen Sie einen gesegneten Palmzweig, ein Fläschchen Osterwasser oder das Osterlicht vor die Türe

Am Ostersonntag um 12 Uhr mittags werden in allen Kirchen der Diözese Würzburg die Kirchenglocken mit festlichem Geläut den Osterjubel der Welt verkünden!

Am Ostermontag ist es eine gute Idee, einen Spaziergang mit der Familie bewusst als Emmausgang mit der berühmten Ostererzählung von der Erscheinung Jesu auf dem Weg nach Emmaus aus dem 24. Kapitel des Lukasevangeliums zu begehen.

Der Oktavtag von Ostern, der Weiße Sonntag, ist seit der Anordnung des Hl. Papstes Johannes-Paul II. auch als Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit gewidmet. Auf dieses Motiv abgestimmt, gibt es eine Novene und eine Andacht.

In unserem gemeinsames Gesang- und Gebetbuch Gotteslob lassen sich zahlreiche Möglichkeiten entdecken, die das geistliche Leben bereichern.

Ausdrücklich empfohlen seien unter der GL Nummer 1 die Erklärungen zur persönlichen Schriftlesung und dem Bibellesen in Gemeinschaft.

Eine ganze Reihe von Gebeten und Liedern aus dem Gotteslob eignet sich für das Gebet und die Betrachtung:

GL 4: Rosenkranz GL 5: Im Haus Gottes GL 6: Vor Gottes Angesicht GL 7: Heiliger Geist GL 9: Bitte und Dank GL 10: In Gemeinschaft mit Maria und den Heiligen GL 13: Segensbitten GL 17: In Leid und Not

GL 30 ff.: Die Psalmen, insbesondere Ps 23 Der gute Hirt (GL 37); Ps 121 Der Hüter Israels (GL 67); Ps 126 Von Tränen zum Jubel (GL 69)

Passende Lieder unter den Rubriken „Vertrauen und Trost“: GL 414 ff. und GL 812 ff.:, sowie  „Bitte und Klage“: GL 436 ff.

Litaneien: GL 556: Allerheiligenlitanei; GL 557: Litanei von der Gegenwart Gottes; GL 560: Christusrufe; GL 563: Litanei vom Leiden Jesu; GL 568: Grüssauer Marienrufe;

Andachten ab GL 672, insbesondere zu den Themen Kreuz und Leiden (GL 675,3); Glaube (GL 677,3); Hoffnung (GL 677,4); Kirche in der Welt (GL 677,8); Krankheit und Not (GL 680,5); Trauer und Klage (GL 680,7), vor allem auch der Kreuzweg (GL 683), Verehrung des Heiligen Kreuzes (GL 701,8) und die Ölbergandacht (GL 702f.)

1. Legen Sie eine Pause ein. Entscheiden Sie sich bewußt, den Alltag zu unterbrechen und eine Zeit daheim mit Gott zu verbringen.

2. Schalten Sie möglichst andere Störquellen (Haushaltsgeräte, Handy etc.) im Hintergrund aus.

3. Bilden Sie mit Ihren Mitbewohnern eine Kirchengemeinde im Kleinen. Feiern Sie also nach Möglichkeit nicht alleine.

4. Feiern Sie in passender Kleidung.

5. Achten Sie auf hilfreiche Körperhaltungen. Setzen Sie sich nicht zu gemütlich, sondern nehmen Sie eine Position ein, die die innere Aufmerksamkeit steigert. Wenn es Ihnen bei den gottesdienstlichen Vollzügen hilft, nehmen Sie die Körperhaltung ein, die sie von der gemeinsamen Feier der Messe kennen.

6. Schaffen Sie eine Atmosphäre, die Ihr Beten trägt. Es bietet sich an, ein Kreuz aufzustellen. Eine Idee ist, eine Kerze anzuzünden.

7. Singen Sie die angezeigten Lieder aus dem Gotteslob mit.

8. Sprechen Sie die Gebete bewusst mit.

9. Praktizieren Sie die geistige Kommunion mit Jesus.

10. Und am Ende: Vielleicht stehen Sie nicht sofort auf, sondern lassen den Gottesdienst nachklingen. Die Tradition, nach der Messfeier ein stilles Dankgebet zu sprechen, ist auch in dieser Situation sinnvoll. Wenn Sie zu mehreren sind, kann man sich natürlich auch über den Gottesdienst und wie sie ihn erlebt haben austauschen.

Zu Hause einen kleinen Gottesdienst zu feiern – ob allein oder in der Familie – mag für viele ungewohnt sein, doch eröffnet ein Hausgottesdienst einen Raum, sich noch intensiver mit der Frohen Botschaft auseinanderzusetzen, einzutauchen in die Gegenwart Gottes und miteinander den Glauben als eine Quelle der Stärkung, des Trostes, der Ermutigung und Orientierung zu erfahren. Eine Reihe von sieben Hausgottesdiensten lädt Sie in der Karwoche und Osteroktav dazu ein. Der erste Hausgottesdienst „Zeit für dich und Gott am Palmsonntag“,  finden Sie als Beilage in diesem Pfarrbrief. Die weiteren Vorlagen liegen spätestens am Gründonnerstag ausgedruckt in unseren Kirchen zur Mitnahme aus. Gerne können Sie Faltblätter auch an Menschen weitergeben, die derzeit nicht das Haus verlassen können.

Der Empfang der Kommunion kann auch "geistlich" erfolgen, zu Hause muss sie das sogar. Doch beinhalten beide Formen, die sakramentale und geistliche Kommunion, den wesentlichen Kern: die Begegnung mit Jesus Christus.

Die geistliche Kommunion bei der Mitfeier einer Hl. Messe über Radio, Fernsehen oder Internet. Gerade an einer zentralen Stelle in der Eucharistiefeier kann man bei einer Gottesdienstübertragung nicht teilnehmen: bei der Kommunion, wenn sich Christus in der Gestalt des Brotes den Gläubigen schenkt und so auf ganz enge Weise Gemeinschaft mit sich ermöglicht. Doch das heißt nicht, dass Sie als Mitfeiernde zuhause nicht dennoch Christus „empfangen“ können – und zwar indem Sie sich im Gebet ganz und gar mit ihm verbinden. Das meint geistliche Kommunion: Sie empfangen zwar nicht die sakramentale Kommunion (den Leib Christi in Gestalt des Brotes), aber auf geistlicher Ebene können Sie sich bewusst in die Gegenwart Christi stellen und so Gemeinschaft mit ihm erfahren. Man könnte auch sagen, geistliche Kommunion bedeutet, im eigenen Herzen eine Sehnsucht nach dem Empfang der Kommunion zu verspüren oder zu wecken. Es geht um ein Verlangen danach, Christus zu begegnen und seine Gegenwart zu erfahren und ihn deswegen einzuladen, in das eigene Herz zu kommen, es mit seinem Licht, seinem Frieden und seiner Freude zu erfüllen. Dies ist zu jeder Zeit und an jedem Ort möglich, z. B. auch im privaten Gebet oder vor dem Tabernakel in der Kirche. Sakramentale und geistliche Kommunion – beide beinhalten eine gnadenhafte Begegnung mit der Person Jesu, die Gott uns gerne schenkt, wenn wir ihn darum bitten und uns dafür öffnen.

Über die geistliche Verbundenheit im persönlichen Gebet hinaus, gibt es in diesen Tagen verschiedene Angebote in unserer Pfarreiengemeinschaft - trotz der Ausgangsbeschränkungen - auf andere Weise Gemeinschaft im Glauben zu erleben.

Alle unsere Kirchen sind tagsüber geöffnet und bieten einen Raum des Gebetes, der Stille und Gottesgegenwart. Sollten gleichzeitig mit Ihnen, zufällig weitere Personen die Kirche besuchen, achten Sie bitte unbedingt auf den empfohlenen Abstand von 2 Meter zueinander. Aufgrund des Versammlungsverbotes darf es nicht zu einer Gruppenbildung kommen. Unsere Kirchenräume sind allerdings groß genug und bieten ausreichend Platz für einzelne Beter.

Jeden Abend um 21 Uhr läutet die größte Glocke für 5 Minuten zum Gebet in der Coronakrise. Viele stellen eine Kerze ins Fenster und setzen sichtbar ein Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit. Man kann z. B. miteinander ein Vater Unser, ein Ave Maria und ein Ehre sei dem Vater beten bzw. ein spezielles Gebet während der Coronakrise. Als Priester erteile ich während des Glockenläutens den Abendsegen für die Gläubigen unserer Pfarreiengemeinschaft und alle, die derzeit in Not sind und sich Sorgen machen.

Eine lange Tradition, die in diesen Tagen wieder neu ins Bewusstsein rückt, hat das dreimalige Angelusläuten am Tag, welches das Volk Gottes einlädt, den Engel des Herrn zu beten (GL 3,6). Genährt aus dem Gebetsschatz der Kirche finden Gläubige in bedrängter Zeit auch Halt im Betrachten der Rosenkranzgeheimnisse (GL 4), des Kreuzwegs (GL 683) und in anderen bewährten Gebetsformen wie Novenen und Litaneien.

IN DER PFARREIENGEMEINSCHAFT

Obwohl zur Eindämmung der Pandemie die sozialen Kontakte auf das absolut Notwendige beschränkt werden müssen, gibt es vielfältige Möglichkeiten, seelsorgerische Begleitung in Anspruch zu nehmen.

Als Seelsorger stehe ich natürlich für Gespräche am Telefon zur Verfügung und spende im Einzelfall, insbesondere bei Sterbenden – unter Beachtung der erforderlichen hygienischen Vorsichtsmaßnahmen - die Sakramente der Beichte, der Krankensalbung und der Hl. Kommunion. Daheim sein ist gut. Einsam sein nicht. Wir hören uns. Scheuen Sie sich also nicht, mich als Priester anzurufen.

Pfarrer Klaus Weber 09331 984 22 64

IM TRAUERFALL

Begräbnisfeiern sind - bis sich die behördlichen Vorgaben ändern - nur im engsten Familienkreis auf dem Friedhof direkt am Grab möglich. Eine Teilnahme von Dritten, insbesondere von Freunden, Bekannten und Kollegen, ist nicht gestattet. Die Teilnehmerzahl soll exklusive der Bestattungsmitarbeiter und des Geistlichen möglichst unter zehn Personen betragen. Mehr als 15 Personen sind nicht erlaubt. Selbstverständlich werden Sterbefälle ausgeläutet und auch durch Aushang bekanntgegeben, wer verstorben ist, allerdings nicht wann die Beerdigung stattfindet. Gerne können Sterbebildchen in unseren Kirchen ausgelegt werden für Interessierte, die nicht persönlich bei der Beerdigung dabei sein konnten. Die Seelenämter werden in Absprache mit der Trauerfamilie zu einem späteren Zeitpunkt gefeiert.

ÜBERÖRTLICH

sei hier eine Auswahl an Beratungsgeboten angeführt:

Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 bzw. 0800 111 0 222

Ehe-, Familien- und Lebensberatung der Diözese Würzburg 0931 38669000

Krisentelefon des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen: 0800 777 22 44

Internetseelsorge.de

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